Ekimuellheim

Religion Blog

März 10, 2017

Unterschiede Protestanten und Katholiken: Was unterscheidet den Glauben eines Protestanten von dem eines Katholiken?

Die Religion des Christentums unterteilt sich zwar in viele Unterreligionen, die mit Abstand größten Formen sind dabei der Evangelismus und der Katholizismus. Doch die Kirche war nicht immer getrennt. Die beiden Richtungen des christlichen Glaubens entspringen einer Religion, dem Christentum. Sowohl Protestanten als auch Katholiken haben die Bezeichnung des Christseins inne. Sie koexistieren nebeneinander und überschneiden sich in so gut wie allen Aspekten. Durch Martin Luther entstand im Jahr 1517 die Abspaltung der evangelischen Glaubensrichtung von der katholischen. Die Menschen hinter Luther wurden auch Protestanten genannt, weil sie gegen wesentliche Aspekte der Kirche und des Glaubens protestierten. Aus den unterschiedlichen Überzeugungen erwuchsen daraufhin die nun existenten Unterschiede der beiden Konfessionen.

Obwohl die Unterschiede nicht allzu groß sind, wollen wir im folgenden einen kurzen Überblick verschaffen.

  1. Der Papst

Im Gegensatz zu den Katholiken haben die Evangelen keinen Papst. Sie brauchen kein Oberhaupt, und auch sonst sind die Strukturen der protestantischen Konfession sehr viel lockerer. Im Katholizismus wird auch deutlich zwischen den Gläubigen und den Ämtern unterschieden. Die Bezeichnung Priester wird nur dem Amt gegeben, während im Evangelismus jeder nach der Taufe als Priester bezeichnet wird. Somit ist er aufgefordert, den Glauben an Gott und die christliche Religion zu verbreiten.

  1. Das Amt des Pfarrers

Wie eben schon erwähnt, sind die Strukturen der christlichen Religion in dem Katholizismus deutlich fester als im liberaleren Evangelismus. Während bei Katholizismus nur Männer das Amt des Pfarrers ausführen dürfen, so können im Evangelismus auch Frauen Pfarrer werden. Außerdem dürfen die Pfarrer auch heiraten.

  1. Die Kirche

Während im Katholizismus bei dem Wort der Kirche eher an die Strukturen der Kirche und das tatsächliche Gebäude an sich gedacht wird, so hat er im Evangelismus eine breitere Bedeutung. Er wird verwendet, um den Glauben an sich auszudrücken. So steht der Begriff Kirche für Gott, den Glauben, die Gemeinschaft. Er hat demnach mehr symbolische Bedeutung, die „Kirche“ steht für ein Ereignis.

  1. Das Abendmahl

Laut Bibel steht das Brot und der Wein beim Abendmahl für den Leib Christi. Diese Überzeugung haben die Katholiken inne. Bei den Evangelen dagegen verwandeln sich Brot und Wasser nicht in den Leib Christi, allerdings wird auch die Verbundenheit suggeriert. Die auseinandergehenden Ansichtsweisen führen auch dazu, dass Evangelen und Katholiken das Abendmahl nicht zusammen einnehmen.

  1. Die Sakramente

Der Katholische Glaube beinhaltet 7 Sakramente. Die Konfession des Evangelismus reduziert die Sakramente dagegen auf 2.

Man kann definitiv festhalten, dass schon Unterschiede zwischen den beiden Konfessionen bestehen. Während der Katholizismus in der Struktur und den Überzeugungen etwas gefestigter ist und konventioneller denkt, ist der Evangelismus liberaler. Die Struktur ist sehr viel offener. Im Rahmen der modernen Welt und den resultierenden Anforderungen an die religiöse Auslebung im Alltag passt der Evangelismus sich besser an. Eine strikte Unterscheidung von Frau und Mann ist geradezu aufgehoben, was dem zeitlichen Standard entspricht. Allgemein wird die Kirche sehr viel mehr symbolisch gedeutet und unterliegt nicht der katholischen Strenge.

März 05, 2017

Religion in der Politik: Sollten religiöse Führer in die Politik gehen?

Um der Frage nachzugehen, ob religiöse Meinungsführer politisch aktiv werden sollen, sollte man zuerst die Religion von der richtigen Perspektive aus betrachten. Leider sind in Bezug auf die Religion die Perspektiven unterschiedlicher als bei fast jedem anderen Lebensbereich. Das liegt an der starken Bedeutung der Religion für ihre Anhänger. Wenn man aber in einem politischen Kontext die Religion einordnen will, dann müssen wir sie betrachten, als was sie ist. Nämlich lediglich eine Meinung. Der Glaube an Religion unterscheidet sich von der Struktur des Prozesses her nicht von dem Glauben an eine Partei oder an die Meinung, dass jeder Mensch Vegetarier werden sollte. Der Glaube an einen Gott und die Religionszugehörigkeit ist demnach nur eine Überzeugung, und muss auch so behandelt werden.

Rückt man dies nun in den Kontext unserer Staatsform, der Demokratie, so ergeben sich logischerweise die nötigen Konsequenzen. Wenn Religion nur eine weitere Meinung darstellt, so ist es selbstverständlich, dass sie geäußert werden darf. Dies liegt in unserem System der Meinungsvielfalt begründet. Teil unseres Systems ist es auch, dass wir Repräsentanten erwählen. Durch die Wahl werden sie legitimiert, unsere Interessen zu vertreten. Wird nun ein religiöser Meinungsbilder in ein politisches Amt gewählt, so ist er die Legitimationsschritte unseres Systems durchlaufen und darf natürlich politisch aktiv werden.

Gerade in dem System der Demokratie ist die Meinungsvielfalt erwünscht. Es wird geradezu gefordert, den Meinungspool hoch zu halten. Nun kann man streiten, ob dieses System gut ist, aber das ist eine andere Debatte.

Und auch ob man sich die Religion in der Politik wünscht, ist eine Frage, die jeder für sich selber beantworten muss. Unterliegt man den Überzeugungen an eine Religion, so ist es selbstverständlich und meist auch expliziter Teil der Normen der Religion, sie verbreiten zu wollen. Der beste Weg der Verbreitung seiner Überzeugungen ist in einer Gesellschaft natürlich der Weg über die Politik, somit ist davon auszugehen, dass jeder religiöse Mensch eine politische Aktivität seiner Religion als wünschenswert betrachtet.

In Deutschland sind zur heutigen Zeit der Großteil der Bevölkerung atheistisch, auch wenn viele davon sich selber dazu gar nicht rechnen. Zumindest ist die überwiegende Mehrheit nicht einer Religion angehörig, oder besser gesagt, fühlt sich verbunden. Aus der Sicht dieser Menschen entstammt die Überzeugung, dass die Indoktrination von Glaubensvorstellungen nicht akzeptabel ist, und somit religiöse Überzeugungen in der Politik nichts zu suchen haben. Was ein Mensch glaubt, ist seine Sache, und er sollte nicht probieren, andere in seinem Glauben zu beeinflussen. Das wir aber alle, ob nun religiös oder nicht, Überzeugungen haben und diese auch verbreiten wollen, ist ein natürlicher Prozess. Wenn jemand Vegetarier ist, und mit all seinen Werten dahintersteht, so ist es nicht ungewöhnlich, sondern normal, dass er die Menschen um sich herum probiert zu beeinflussen. Das ist Teil der sozialen Interaktion von Menschen und Gemeinschaften. Und dies hört bei dem religiösen Glauben nicht auf, sondern zeigt im Gegenteil einer der größten Kräfte des Überzeugungswillen auf. Und diesen Prozess sollte man nicht stören, sondern er gehört dazu. In dem System, in dem wir leben, müssen wir die Meinungsvielfalt berücksichtigen und somit auch politisch aktive Religionsführer akzeptieren, und sogar befürworten.

Februar 27, 2017

Die Bibel: Warum die Bibel das wichtigste Buch der Welt ist

Das wohl bekannteste, meist verlegte, verkaufte und gelesene Buch der Welt ist mit Sicherheit die Bibel. Selbst bei Atheisten wird Sie als literarisches Meisterwerk gefeiert, auch wenn man den religiösen Aspekt beiseite lässt. Doch es ist nicht besonders verwunderlich zu sagen, dass die Bibel mit Abstand am meisten Einfluss auf die Menschheit, aber auch auf das Leben jedes einzelnen Menschen hat. Es gibt wohl kein anderes Buch, welches so viel Kraft und Energie dem Menschen geben kann. Doch warum hat die Bibel einen so großen Einfluss, und warum erreicht sie so viele Menschen?

Die Heiligkeit der Bibel ist nicht sonderlich zu betonen. Sie gilt als das Heilige Buch der Christen und überliefert die Geschichten aus den vergangenen Jahrtausenden. Historisch ist sie eines der ältesten Werke und trägt somit besondere Verantwortung. Die Verbundenheit zum Christentum ist essenziell. Sicherlich kann man die Bibel nicht 100 Prozent wörtlich nehmen, obwohl einige dies tun. Die Mehrheit der Menschen lesen aus der Bibel die moralischen Grundprinzipien der menschlichen Gesellschaft heraus, und dient als Anhaltspunkt eines Lebens im Einklang mit Gott und den göttlichen Werten.

Besonders das Alte Testament ist eher im übertrageneren Sinne zu verstehen. Die verschiedenen Teile übermitteln durch ihre Symbolik einen Anhaltspunkt für ethische und normative Prinzipien. Das neue Testament ist dagegen zeitgemäßerer Natur. Was die Bibel allerdings auszeichnet ist die Zeitlosigkeit der dargestellten Verhaltensweisen und ethische Grundprinzipien. Die 10 Gebote sind beispielsweise hindurch aller menschlichen Gemeinschaften in der Gültigkeit unangezweifelt und stellen einen Maßstab auf.

Neben dieser wertgebenden Funktion der Bibel ist sie natürlich die Kommunikation Gottes durch den schriftlichen Weg. Nicht jedem eröffnet sich Gott direkt, durch die Bibel bekommen wir jedoch einen Einblick in die Essenz Gottes. Die Bibel als Augenzeugenbericht vergangener Ereignisse ermöglicht das Verstehen und Begreifen früherer Ereignisse. So gibt sie Zugang zu der wohl wichtigsten Person, Jesus Christus, und führt uns in die Historik zurück. Es ist zudem das wohl genauste Buch der antiken Zeitgeschichte.

Man kann die Bedeutung des Buches dadurch erfassen, dass es so lange besteht. Jedes Objekt von großer Bedeutung besteht nur große Zeitspannen, wenn es viel Einfluss auf die Menschen hat und somit schützenswert ist. Für die Bibel sind viele Menschen gestorben, manche wurden gefoltert, weil sie Zugang zu dem Buch erlangen wollten. Doch noch in diesem Jahrtausend hat die Bibel unbeirrt Bestand, obwohl ihre Lehren heutzutage mehr denn je angefochten werden. Die Bibel erinnert dabei an vergangene Zeiten und lässt den Kern der christlichen Religion immer wieder erneut entkeimen. Sie dient als Tor zur Heiligkeit und Beständigkeit der Religion